Transport am 29.10.17

Folgende Hunde dürfen in ein neues Leben umziehen:

Tierschutzprojekt Ungarn e.V.:

Kormi (PS), Chaplin, Csoki, Aladar

 

Transport am 03.11.17

Folgende Hunde dürfen in ein neues Leben umziehen:

Aus der Tötung Dombovar:

 


Aus dem Tierheim Mohacs:  

 

 

Aus dem Tierheim Nagykanizsa:

 

 

 

Aus dem Tierheim Szeged:

 

 

Tierschutzprojekt Ungarn e.V.:

 

 

 

 

 

 

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(c) tierheimleben-in-not

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Hallo,

ich bin Lotte und möchte euch, nun nach 7 Monaten, meine Geschichte erzählen.
Meine Familie hat mich, damals im Dezember 2013, im Internet, unter Tierheimleben in Not gefunden. Nach vielen Telefonaten mit den Mitarbeitern der Organisation und einer bombigen Beratung zu allen Fragen entschied sich meine Familie für mich. Damals hieß ich noch Sophie und wohnte bei Margit in Kaposvar. So recht kann ich mich an diese Zeit nicht mehr erinnern, da ich mit 5 Monaten dort auszog.
Zu meiner Familie gehören mein Frauchen und mein Herrchen, sowie die große Tochter und nicht zu vergessen meine Leckerliversorgung – die Zwillinge (jetzt 14 Monate). Außerdem mein bester Kumpel Murmel – ein rot getigerter Kater (so alt wie ich) und unser „ Vormund“ - ein weißer 4 jähriger Kater. Wenn ihr mich fragt will der immer nur alles besser wissen.

Aber zurück auf Anfang. Am 16.02.14 wurde ich früh um 06.00 Uhr, auf einem Parkplatz bei Erfurt, an mein Frauchen übergeben. Ich hatte ne laaaaaange Fahrt hinter mir, da das Auto der Tierschutzorganisation einen kleine Panne hatte. Ich wurde freudig in den Arm genommen und gekuschelt und das obwohl ich glaub ich nicht so gut roch. Mir war sowieso alles egal. Wieder in ein anderes Auto, andere Gerüche und Geräusche und niemand bekanntes mehr. Mir ging es einfach elend. Nach 2h Fahrt mit Unterbrechungen waren wir in meinem neuen Zuhause angekommen. Unterwegs wurde ich immer wieder zum piseln rausgesetzt, obwohl ich gar nicht musste. Es war inzwischen hell geworden und als ich ausstieg stand ich in einem Garten mit Wiese, mit Büschen und einem schönen großen Teich.
Aber dies war für mich alles zu viel. Ich blieb sitzen wo ich saß. Also trug mein Frauchen mich ins Haus. Treppen brauchte ich eh nicht steigen, da ich noch zu klein dafür war. Im Wohnzimmer angekommen waren da 2 Kater und ein Mann und sowie viele Dinge, die ich noch nicht kannte. Aber die Couch fand ich sofort toll und beschloss diese für mich zu reservieren. Endlich mal so richtig ausschlafen - hatte ich gedacht. Falsch! Alle 2 Stunden trug mich Frauchen raus zum piseln bzw. zum Gassi gehen. Leider konnte ich damit gar nichts anfangen. Die Nacht hat Frauchen mit mir auf der Couch verbracht. Nach 36 h habe ich zum ersten Mal gepiselt – alle freuten sich riesig, was wohl daran lag, dass ich lange nichts getrunken hatte. Ich wohnte nun in einem Haus mit 3 Etagen. Immer wenn ich mich hinlegen wollte ging einer weg-also mit Volldampf hinterher. Nach 2 Tagen hatte ich auch meine Angst vor den Treppen überwunden und rannte jedem der da war hinterher. Die bauten sogar ein Treppenschutzgitter ein, weil ich nicht so oft die Treppen steigen sollte. Aber so was hält mich doch nicht auf. Mit dem Gassi gehen, gestaltete es sich schwierig. Ich wusste nicht so recht was ich machen sollte. Zum Glück war Frauchen oft mit dem Kinderwagen unterwegs und ich durfte auf dem Fußsack mitfahren. Mit der Zeit wurde mir alles immer vertrauter und ich begann freudig mitzulaufen. Eine große Sorge meiner Familie war mein Essverhalten. Ich wollte einfach nichts von den neuen Dingen probieren. Wer weiß ob das überhaupt gut für mich ist. Gekochter Reis mit Hühnerfleisch oder die trockenen Krümel, die sie dann mit Wasser aufgeweicht hat. II-gitt! Lieber wollte ich die Abfälle wie Schinken, Käse, Rollbraten oder einfach Bulette. Leider blieben dies nur Ausnahmen. Nachdem mir zig Varianten angeboten wurden, gab es zwei Tage gar nichts mehr und um so hungriger stürzte ich mich auf mein Futter und was soll ich sagen es schmeckte lecker. Von da an steigerte ich meine Menge langsam stetig. Mein Soll lag bei 110g am Tag und ich schaffte immerhin schon 30g. Ich weiß es ist zu wenig-aber es reichte mir. Da ich nun langsam begann regelmäßig zu fressen und saufen, fing auch meine Verdauung super an zu funktionieren. Aber wohin mit dem vielen AA. Am besten in die letzte Ecke in der Stube. Dort wird es wohl keinen stören. Falsch gedacht-ständig machte es jemand weg und murmelte irgendwelche Sachen dabei vor sich hin. Woher sollte ich auch wissen, dass man dies nicht tut. Hab ich bis jetzt doch auch immer so gemacht. Manchmal waren wir lange draußen spazieren und ich hatte oftmals zu tun, schnell genug in meine Ecke in der Stube zu kommen. Mist und wieder war es wohl falsch. Es wurde experimentiert mit Fütterungszeiten, Gassi Zeiten und vielem mehr. Im Juni 2014 war ich endlich zur Erleichterung aller stubenrein.
Wir waren auch schon dreimal im Urlaub. Ich habe Schnee auf dem Brocken gesehen, das Wasser der Ostsee und am besten finde ich unsere Campingurlaube. Schlafen neben meinen Liebsten. Früh bis Abends vorm Wohnwagen liegen und die Sonne genießen. Gelegentlich kommt jemand und knuddelt mich --- aber was soll's ich bin einfach umwerfend süß. Mittlerweile sind die Zwillinge alt genug, um mit mir über den Boden zu rutschen und ich passe auf, dass ihnen keiner zu nahe kommt. Dafür darf ich ihre Schnitten, Kekse, Äpfel, Bananen und sonstiges essen. Manchmal krieg ich aber auch Ärger wenn ich mit dem Spielzeug der Kinder spiele. Versteh gar nicht warum. Die beißen doch auch darauf herum und ich helfe denen nur es zu zerteilen. Mein bester Freund ist der Kater Murmel. Wir toben durchs Haus und kullern als Knäuel über den Boden. Nur der Alte Kater muss immer den Macker spielen, wegen Besitzrechte oder so ähnlich. Jedenfalls will er der Anführer sein und ich muss mich einordnen. Was soll’s. Dafür muss er in die Pension und ich darf mit in den Urlaub.
Es ist wunderbar ein zuhause mit so vielen Freiheiten, Annehmlichkeiten und Liebe zu haben und wünsche es jedem da draußen, der noch traurig darauf wartet.

Ich möchte mich nun nochmal bei allen bedanken, die mir dieses Leben ermöglicht haben und vor allem jenen Mut machen, die noch daran zweifeln einen von uns Straßenhunden zu sich zunehmen. Wir sind vielleicht nicht die hübschesten (außer ich), rein-rassigsten, und makellosesten aber wir sind dankbar für die Hand die uns füttert, die Worte - die mein Herz berühren und die Augen welche mich mit Liebe ansehen.
 
Zu Hause im Glück angekommen grüßt euch ganz lieb Lotte