Tikiri Trust – Sri Lanka
Wer schon einmal die wunderschöne Insel Sri Lanka, mitten im indischen Ozean besucht hat, kennt sie die Strassenhunde! Das Herz bleibt einem stehen wenn sie in Scharen am Strassenrand auf Futtersuche sind, die Welpen kreuz und quer laufen weil sie das harte Leben der Strasse und die Gefahren noch nicht kennen. Muttertiere mit hängendem Gesäuge, alte Hunde die kaum noch laufen können, Hunde mit Räute und vielen anderen Krankheiten und dann noch die Gelähmten oder denen Gliedmaßen fehlen sind an der Tagesordnung. Seit 2008 dürfen in Sri Lanka keine Hunde mehr getötet werden wie wir es aus Süd- und Osteuropa kennen – aber die Population ist immens und das Leben hart 🙁 – dann gibt es die Menschen die eigentlich dort Urlaub machen wollten ihr ganzes Leben dann den Tieren widmen – und davon möchten wir erzählen:
Als Eva Ruppel 1980 Sri Lanka bereiste, hatte sie keine Pläne, den Rest ihres Lebens dort zu verbringen und ihr Leben den Straßentieren zu widmen, aber so gestaltete es sich, und heute leben 250 Tiere in ihrer Obhut.
Tikiri Trust ist eine Stiftung, die 2008 gegründet wurde, als Heinz Ruppel seiner Tochter anbot, für sie das Haus zu kaufen, in dem sie damals zur Miete lebte. Padma, wie sie seit ihrer Ankunft in Sri Lanka genannt wird, hatte zu der Zeit schon etwa 30 Hunde und 10 Katzen, die sie aufgenommen hatte, um sie vor den Leiden eines heimatlosen Lebens zu bewahren, und wollte auf jeden Fall sicherstellen, dass die Tiere unabhängig von ihr diesen Platz besitzen sollten. So rief sie zusammen mit ein paar Freundinnen die Stiftung ins Leben. Und dieser Stiftung gehören Haus und Grundstück.
Als sie 2004 in das Haus eingezogen war, hatte sie nur 3 Hunde und eine Katze, denn dies ist die maximale Anzahl, die normalerweise von Vermietern toleriert wird, aber die neue Vermieterin hatte zu der Zeit selbst 20 Hunde und einige Katzen, auch alle von der Straße gerettet; so hatte sie natürlich Verständnis dafür, dass Padma auch immer mal einen Welpen mit nach Hause brachte oder eine alte kranke Hündin, die auf der Straße nicht mehr sicher war, weil sie nur noch ganz langsam die Straße überqueren konnte; oder eine schwangere Katze, die bisher geduldet und gefüttert wurde, aber nachdem sie schwanger geworden war, von denselben Leuten, die ihr vorher zu essen gaben, mit Steinen beworfen wurde.
Da auch in Sri Lanka, wie in den meisten Entwicklungsländern, die verantwortliche Versorgung von Haustieren keine Priorität ist, bietet Tikiri Trust kostenlose Kastrationen an und kostenlose tierärztliche Behandlung, und auch Straßentiere werden jede Woche eingefangen, kastriert und nach ein paar Tagen wieder zurückgebracht zum selben Ort, wo sie aufgefunden wurden.
Durchschnittlich machen etwa 150 Hunde- und Katzenbesitzer im Monat von dem Angebot Gebrauch, und etwa 50 Straßentiere werden jeden Monat kastriert.
Die Behandlungen finden sowohl vor Ort als auch in Dörfern in der Nähe von Kandy und Kurunegala statt. Die Tierärzte machen diese Arbeit allerdings nicht gratis, sondern müssen bezahlt werden, Auch dafür braucht Tikiri Trust Unterstützung.
Das Tierheim darf gerne besucht werden, Eva freut sich über freiwillige Helfer die nur kurz oder auch länger bleiben möchten und natürlich auch die Hunde freuen sich immer wieder über Streichler und Gassigänger. Bei Interesse schreibt uns einfach eine Mail an: info@tierheimleben-in-not.de ! Wir helfen Euch gerne weiter! Hunde dürfen von Eva natürlich auch adoptiert werden – der Ablauf erfolgt aber komplett über Tikiri Trust! Auch hier könnt ihr Euch gerne an uns wenden, wir leiten Anfragen weiter.
Ein zweites Tierheim
2012 musste Padma Land ankaufen, natürlich auch im Namen der Stiftung, und 2015 reichte der Platz schon wieder nicht aus, denn inzwischen hat es sich natürlich in Sri Lanka herumgesprochen, dass hier Tieren geholfen wird, und Padma bekommt viele Anrufe mit der Bitte, hilflose Tiere aufzunehmen.
Aber diesmal kaufte sie nicht ein angrenzendes Grundstück, sondern eine Kokos-Plantage bei Kurunegala, einer Gegend, in der die Grundstückspreise noch nicht so hoch sind wie in der Umgebung von Kandy.
Der aktuelle Anlass dafür war, dass eine junge Frau namens Suji sich an Padma gewendet hatte, weil sie Hilfe brauchte, da sie mit ihrer Mutter und 20 Hunden zur Miete wohnte und ihre Hausbesitzerin ihr gekündigt hatte. Erst wollte Padma ein kleineres Grundstück kaufen für Suji und ihre Hunde, aber dann entschied sie sich für ein größeres Grundstück in der Nähe von Kurunegala, weil sie inzwischen auch befürchtete, dass sie eines Tages Probleme haben würde mit den Besitzern all der Neubauten in ihrer Nachbarschaft; denn wenn 170 Hunde alle gleichzeitig bellen wenn z.B. Besuch kommt, das macht richtig Lärm.
Und auch zum Wohl ihrer Tiere und deren Bewegungsdrang schien es ihr angebracht, darauf hinzuarbeiten, ein zweites Tikiri-Shelter aufzubauen, was unter Sujis Aufsicht auch einen Teil von Padmas Tieren beherbergen soll. Dies ist natürlich ein Langzeit-Projekt, denn die Infrastruktur für so ein großes Grundstück ist natürlich nicht billig und braucht Zeit. So hat sie bisher nur rings um Sujis Haus einen Zaun gezogen, und für zehn von ihren eigenen Hunden, die schon umgezogen sind, hat sie auch Gehege gebaut und ein kleines Haus für einen Angestellten, der sich um diese zehn Hunde kümmert.
HILFE DURCH TIN E.V.
Der wöchentliche Kastrationstag am Sonntag ein wichtiges Projekt für nachhaltigen Tierschutz und wir möchten diese Aktion künftig unterstützen. Die Tiere werden nicht nur kastriert und medizinisch versorgt – es wird auch Aufklärungsarbeit geleistet. Immer mehr Einheimische kommen, um ihre eigenen Tiere kastrieren zu lassen. Ein wichtiger Schritt, um langfristig Leid zu verhindern und das Bewusstsein für Tierschutz im Land zu stärken.
Die Realität vor Ort ist sehr hart: Viele Menschen leben an oder unter der Armutsgrenze und haben schlicht kein Geld, um ihre Tiere kastrieren oder behandeln zu lassen. Gleichzeitig verschärft sich die wirtschaftliche Lage zunehmend. Durch den aktuellen Iran-Krieg ist auch Sri Lanka betroffen – unter anderem durch steigende Kosten, Treibstoffknappheit und massive Einbrüche im Tourismus. So sind die Touristenzahlen zuletzt deutlich zurückgegangen, unter anderem durch Flugausfälle und Unsicherheiten, was eine wichtige Einnahmequelle für das Land stark belastet.
All das bedeutet: Die Verantwortung für die Tiere bleibt beim Tierheim.
Eine Kastration kostet in Sri Lanka nur etwa 13–15 Euro – und doch summieren sich die Ausgaben schnell. Diese kontinuierliche Hilfe ist aber entscheidend, um die unkontrollierte Vermehrung und das Leid der Tiere einzudämmen. Für Einheimische ist das viel Geld das sich die Wenigsten leisten können.
Hinzu kommen monatliche Gesamtkosten von rund 8.000 Euro. Denn das Tierheim versorgt derzeit etwa 350 Hunde sowie auch sehr viele Katzen – verteilt auf die Hauptstation in Tikiri bei Kandy und eine weitere Auffangstation in Kurunegala. Padma hat das Tierheim bisher vollständig aus eigenen Mitteln finanziert hat. Doch diese Ressourcen sind inzwischen erschöpft. Ohne Unterstützung steht die Zukunft dieses wichtigen Projekts auf dem Spiel.
Jeder Cent hilft, Sie können uns gerne unter dem Kennwort „Sri Lanka“ eine Spende auf unser Konto zukommen lassen!
Tierheimleben in Not e.V.
Sparkasse Kulmbach-Kronach
IBAN: DE26 7715 0000 0101 2352 57
BIC: BYLADEM1KUB
Paypal: info@tierheimleben-in-not.de























