Ein erschreckender Bericht erschien im ungarischen online-Magazin BLIKK (hier geht es zum Originalbericht in ungarisch) kürzlich, über 500 000 Hunde und nahezu an die 3 Millionen herrenlose Katzen gibt es in Ungarn, die nie ein Zuhause finden werden. In Ungarn gibt es 346 Städte, 19 Städt davon haben über 20 000 Einwohner. In jedem dieser Städte gibt es ein Telep (Tötungsstation bzw. Quarantänestation) inzwischen schon häufig mit angeschlossenem Tierheimen (zum Glück). Rein statistisch fallen auf jede dieser Städte 1445 Hunde die dort in Tierheimen/Tötungen sitzen. Von der Anzahl der Katzen mag man gar nicht reden.

Für ungarische Tierschützer ist die Arbeit vor Ort gerade in diesem Jahre sehr ernüchternd. Anstatt besser wird es immer schlimmer mit den Tieren die in den Heimen landen. Die hohe Inflation brachte viele Menschen dazu ihre Tiere wieder abzugeben. Es gibt besonders auf dem Land immer noch die unverständliche Meinung, eine Hündin oder Kätzin will Mutter werden. Die unzähligen Hunde in Roma-Sinti-Siedlungen die sich weiterhin wild vermehren. Dazu kommen noch die vielen „Züchter“ die Hunde (Rassehunde) und Katzen weiterhin auf den erlaubten Tiermärkten anbieten. Ein großes Problem sind auch die Züchter von den in D sog. Listenhunden. Unzählige Pitbull und Staffordshire-Terrier sitzen in den Tierheimen. In Ungarn gibt es leider immer noch illegale Hundekämpfe und gerade bei Männern sind diese Rassen sehr beliebt 🙁 Und inzwischen auch ein sehr großer Faktor in Ungarn – die vielen „Imigranten“ aus D, A, NL, CH … die dort leben und Rassehunde vermehren für den illegalen Welpenhandel (Hier klicken zum Bericht in der Kronezeitung – Österreich)

Dieser Fall von Frau M. aus Österreich wurde Ende letzten Jahres aufgedeckt  und war bisher der Schlimmste Fall der in Ungarn entdeckt wurde. Über 500 Tiere wurden mehr tot als lebendig im ganzen Land gefunden. Viele Tierheime in Ungarn nahmen von dort Hunde auf die sich in einem schrecklichen Zustand befanden. Die Tierarztkosten explodierten in den sowieso schon überfüllten Tierheimen. Kastrationen ausserhalb der Tierheime konnten kaum mehr finanziert werden. Und es sind nicht nur die Tierarztkosten in den Tierheimen die zu Buche schlagen, es wird auch immer wieder Futter benötigt und die laufenden Tierheimkosten müssen auch getragen werden. Die Zuschüsse von den Kommunen halten sich in Grenzen. Und die 1% Spenden die ungarische Bürger einer gemeinnützigen Einrichtung spenden dürfen sind auch gesunken. Zudem werden diese erst im September des Folgejahres ausgeschüttet.

Die von uns betreuten Tierheime führen weiterhin laufende Kastrationen durch oder bieten zusätzlich spezielle Sonderaktionen für Kastrationen an, wie z.B. das Tierheim in Szeged aktuell. Wir haben bereits 2000 Euro hierfür gespendet. Nun haben wir nochmals 1000 Euro überwiesen. Auch in den anderen Tierheimen in Zalaegerszeg, der Tötung von Dombovar und in Mohacs werden immer wieder Kastrationen durchgeführt. Einige private Katzenfreunde in Nagykanizsa und Mohacs werden von uns ebenso unterstützt. Hierfür benötigen wir dringend ihre Hilfe. Jeder Cent ist willkommen und wir bedanken uns jetzt schon im Voraus für Ihre Unterstützung, auch im Namen der ungarischen Tierschützer.

Nachfolgend ein paar Fotos von Kastrationen, den unzähligen Hunden- und Katzenwürfen die in den Tierheimen ankommen 🙁

Tierheimleben in Not e.V.
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